Blitzfotografie eröffnet dir neue Welten

Fotos die mit einem Blitz erstellt wurden, haben einen eigenen „look„. Richtig ausgeführt sehen die Bilder einfach nur genial aussieht. Ich zeige dir, wie du Bilder erstellst, die den WOW-Effekt in einem Betrachter auslösen. Lerne das Licht zu kontrollieren und kreiere Bilder wie sie mit „available-light“ nur schwer möglich sind.

Du willst auch so ähnliche Bilder produzieren wie im unteren Bild gezeigt? Dann lese hier wie du mit minimalsten Equipment, also ohne große Softboxen oder Studioequipment solche Fotos erstellen kannst. Du benötigst folgendes:

  • ein Blitz
  • Funkauslöser (1 oder 2)
  • ein Diffusor
  • Stativ(e)
  • Akkus
  • und eine schwarze Wolldecke

Damit habe ich Anonymous zum „Leben“ erweckt. Das ist alles.


Anonymous is in the house 🙂

Anonymous - Portrait / Fotografieren mit Blitz
Portrait vor schwarzem Hintergrund (Blitz Yongnuo 560II )

Fotografieren mit Blitz

Ausrüstung: Was benötigst du zum Blitzen?

Natürlich benötigst du eine Kamera, einen externen Blitz und ein entfesseltes Auslösesystem. In meinem Fall habe ich das obere Bild mit den in der Tabelle (unten) aufgeführten Komponenten erstellt. Die Kamera ist dabei nicht entscheidend. Blitzfotos kannst du mit einer Spiegelreflexkamera, spiegellosen Systemkamera oder auch mit einer Bridgekamera anfertigen. Auch das Kamera-Objektiv spielt eine untergeordnete Rolle. Das Blitzequipment ist entscheidend. Es muss aber auch nicht teuer sein. Die Dinger sollen blitzen, also Licht machen und entfesselt sein. 

Fotografieren mit Blitz von Yongnuo 560 III / IV

Die „originalen“ Blitze sind oft sehr teuer. Die Blitzgeräte von Yongnuo sind preiswert und mindestens genau so gut. Sie lassen sich auch auf den „Standard-Blitzschuh“ klemmen und der Kopf lässt sich drehen, sodass du sehr gut die Wände „anbouncen“ kannst. Besser ist es allerdings du hältst den Blitz frei in der Hand oder stellst ihn auf ein Stativ.


Mein Equipment für das Fotografieren mit Blitz

Blitz - EquipmentLinks zu Amazon *
Canon EOS 700dLink
Objektiv-Beispiel: EF-S 18-135mm IS USM Variante (NEU)Link
Blitz von Yongnuo 560II (besser 560 III oder IV)Link
Auslöser für Canon Yongnuo RF-603C IILink
 Weiwa Octagon Kamerablitzsoftbox DiffusorLink
Rollei Stativ C5i mit Arca Swiss (Carbon)Link
Akkus eneloop Mignon (groß) AALink
Akkus eneloop Micro (klein) AAALink

(* Affiliate-Links)


Akku – Größen

Akku Größen
Akku Größen

Einstellungen für das Fotografieren mit Blitz

Jetzt kommt das Wichtigste. Die Einstellungen an deiner Kamera für das Fotografieren mit Blitz sind grundsätzlich wie folgt zu wählen:

Kameraeinstellungen:

  • ISO Wert; 100
  • manueller Modus
  • Verschlusszeit: 160-200 / sec
  • Weißabgleich auf Auto (RAW)
  • Blende zwischen 8 und 11

 

Blitz Yongnuo 560 Einstellungen:

  • M = manuell (ohne das WLAN Zeichen)
  • Zoom auf 24mm
  • Power erstmal auf 1/2
  • Diffuser drauf schnallen
  • und natürlich noch die Fernauslöser einschalten

    FotoArt-Treu-search>>> Siehe auch: CanonEF- S18 -135mmIS  


 

Jetzt geht es los

Hast du die Kamera wie oben beschrieben eingestellt? Dann mache jetzt bitte ein Testfoto. Was? Das Bild ist ja schwarz?!“ Jo, dann hast du alles richtig gemacht. Das Testbild sollte fast schwarz sein. Dadurch kannst du im wahrsten Sinne mit Licht malen. Du kannst jetzt dein Bild mit dem Yongnuo Blitz „einstellen“, also so belichten wie du es willst. Das Umgebungslicht spielt nun keine Rolle mehr, nur dein Blitzlicht bzw. Blitzlichter kreieren dein Bild. Später kannst du noch bewusst das Umgebungslicht mit einbeziehen.


Fotografieren mit Blitz
Weitere Beispielfotos 


An die Wand bouncen

Wie du an den oberen Fotos sehen kannst, ist das Licht nicht gleichmäßig im Gesicht verteilt. Fotos ohne Helligkeitsverlauf können auch einen schönen „look“ ergeben. Vor allem leuchtet man das Gesicht einer Frau gerne voll aus. Sämtliche Poren der Frau wird dann mit Licht geflutet und die Haut sieht dadurch schön weich aus. Ich persönlich stehe aber auf Blitz-Fotos, auf denen ein Helligkeitsverlauf zu erkennen ist. Gerade bei Männern wirkt das. Solche Bilder sehen viel dramatischer und geheimnisvoller aus. Zudem unterstreichen sie die Gesichtszüge des Models. 

Ich habe immer das Licht indirekt kommen lassen. Am besten bounct du eine Wand, eine Decke oder eine Styroporplatte an. Im Hintergrund des Models spannst du eine schwarze Wolldecke. Das Model sollte nicht unmittelbar an der Wolldecke positioniert sein. Flauschige Wolldecken reflektieren kaum Licht, sodass du nachher in Photoshop weniger nachbearbeiten musst. Wenn es dir möglich ist, lasse immer Abstand zwischen deinem Model und dem Hintergrund. Das Fotografieren mit einem Blitz ist also recht einfach wie du vielleicht bis hier her schon vernommen hast.

Niemals direkt in Gesicht blitzen

Richte niemals deinen Blitz direkt in das Gesicht deines Models. Wenn gerade nichts greifbar ist, dann knall das Licht an die Decke. Das wird allemal besser aussehen als frontales Licht. Das gilt natürlich auch für Tier-Portraits. Die Katze im unteren Bild ist frontal „befeuert“ worden. Die Augen reflektieren natürlich und ein Helligleitsverlauf ist nicht vorhanden. Somit wirkt das Fell strukturlos und die Katze ist „plattgeblitzt„. Den eingebauten Blitz in deiner Kamera vergisst du am besten gleich wieder. Den kann wohl nur die „Spurensicherung im Tatort“ gebrauchen. Schön hell und grell 🙂 .

 

fotografieren mit Blitz - Negativbeispiel
fotografieren mit Blitz – Negativbeispiel

FotoArt-Treu-search>>> Weiter geht´s mit: CanonEF- S18 -135mmIS